Italienische Riviera: 5 Ligurien Tipps für die Blumenriviera

Mit Stippvisite in Nizza & Monaco und Ferienhaus-Empfehlung

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Berge und Meer: Ligurien ist für die Deutschen nicht die meistbesuchte Region in Italien, dabei hat sie alles, was wir uns von Bella Italia wünschen! Dazu ist sie mit dem Auto gut zu erreichen. Das bergige, grüne Hinterland mit seinen malerischen Dörfern bietet atemberaubende Ausblicke auf die geschwungene Küste und das türkisblaue ligurische Meer. Der als italienische Riviera bezeichnete Küstenabschnitt grenzt im Westen an Frankreich und im Osten an die Toskana. Von Genua aus westlich bis zur französischen Grenze wird sie auch als „Blumenriviera“ bezeichnet. Kein Wunder, denn Wein, Oliven und herrlich mediterrane Pflanzen bestimmten die Landschaft. In der kleinen Hafenstadt Diano Marina haben wir eine Woche Sommerurlaub in einem traumhaften Ferienhaus in den Hügeln verbracht.

 

Und hier sind meine 5 Tipps für die Italienische Riviera und Ligurien:

  1. Diano Marina
  2. Cervo
  3. Imperia - Porto Maurizio
  4. Stippvisite Nizza & Monaco
  5. Ferienhaus Che Bella Vista

1. Italienische Riviera: Diano Marina

Wenn Du einen Ausgangspunkt für einen Strandurlaub mit Möglichkeiten für Unternehmungen an der itlaienischen Riviera suchst, empfehle ich Dir Diano Marina.

 

Der hübsche Hafenort in der Provinz Imperia hat etwa 6.000 Einwohner und ist als „Stadt der Orangen“ bekannt. Da der mittelalterliche Stadtkern durch ein Erdbeben zerstört wurde, stammen die meisten der bunten Häuser aus dem 19. oder 20. Jahrhundert. Die charmante Fußgängerzone lädt mit kleinen Boutiquen, Cafés, Restaurants und Eisdielen zum Bummeln ein. 

 

Der große Vorteil ist, dass man hier problemlos einen Stadt- mit einem Strandbesuch verbinden kann. Das hat man nicht oft und ich fand es wirklich super angenehm, zwischendurch im Supermarkt etwas besorgen zu können oder nach dem Duschen am Strand direkt in die nächste Pizzeria einzukehren.

Direkt an der schönen Strandpromenade, ganz in der Nähe des Ortskerns und der Fussgängerzone befindet sich der lange  öffentliche Sandstrand von Diano Marina. Hier gibt es verschiedene private Anbieter, die Sonnenschirme und Liegen verleihen (für einen Sonnenschirm und zwei Liegen zahlt man etwa 10-20 € pro Tag, ab 14.00 Uhr gibt es günstigere Halbtagesraten). Auch wenn mich das Bild der feinsäuberlich aufgereihten, einförmigen Liegen und Schirme zuerst abgeschreckt hat, muss ich zugeben, dass die kommerziellen Strände auch viele Vorteile haben: die in kleinen „Reihenhäuschen“ untergebrachten Umkleidekabinen und Duschen fand ich äußerst praktisch! Da wir im Hochsommer an der italienischen Riviera waren, war ein Sonnenschirm sowieso unerlässlich und die Liegen doch weitaus bequemer als das Strandtuch. Wir haben uns einen Bereich auf einem ins Meer hineinragenden Damm ausgesucht, der uns mit den weißen Sonnenschirmen und dem kleinen Café ein bisschen an einen Beach Club erinnert hat (Tipp: unbedingt einen Sackerato, eine Art Eiskaffee, probieren) . 

Wir waren im Juli zur Hochsaison in Diano Marina. Erwartungsgemäß war der Ort und Strand recht überfüllt, aber es waren wenige (deutsche) Touristen und viele Italiener unterwegs, die hier entweder auch Urlaub gemacht haben oder nach der Arbeit an den Strand gegangen sind, was ich als sehr authentisch und nicht so "supertouristisch" empfand.

2. Italienische Riviera: Cervo


Nur etwa zehn Fahrminuten von Diano Marina entfernt liegt in den Hügeln über dem Meer Cervo. Das malerische Bergdorf lädt mit mittelalterlicher Altstadt, engen Gässchen und netten Cafés zum Bummeln ein. Durch die starke Steigung und engen Gassen können nur wenige Strassen von kleinen Autos befahren werden und so besteht die Stadt überwiegend aus Fußwegen. Die prächtige Kirche San Giovanni Battista ist eine der schönsten Barockkirchen Liguriens. Vom Kirchplatz und den umliegenden Gassen hast Du eine traumhafte Aussicht auf die Küste der italienischen Riviera.

Tipp: parken kannst Du vor der Einfahrt in Altstadt rechts (kostenlos) oder am Castello vorbei auf der rechten Seite (mit Parkticket).

3. Italienische Riviera: Imperia - Porto Maurizio

Die italienische Hafenstadt Imperia hat etwa 43.000 Einwohner und besteht aus den beiden Stadtteilen Oneglia und Porto Maurizio und einigen umliegenden Dörfern. Sie ist die Hauptstadt der westlichsten Provinz der italienischen Riviera, die direkt an das Fürstentum Monaco grenzt.

 

Der ältere Stadtteil Porto Maurizio hat einen schönen Yachthafen und einen kleinen Strand. Die engen verwinkelten Gassen ziehen sich den Hügel Parasio hoch bis in die Altstadt. Die klassizistische Basilika San Maurizio wirkte auf mich viel zu groß für den Platz, an dem sie steht. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es tatsächlich die größte Kirche Liguriens ist. Beim Spaziergag zurück zum Hafen kommst Du an vielen herrlich bunten Palazzi vorbei. Ein Bummel um den schönen Yachthafen mit netten Restaurant und Pizzerien zum Einkehren lohnt sich. Tipp: in der Nähe des Hafens gibt es einen kostenlosen Parkplatz.

4. Italienische Riviera: Stippvisite Nizza & Monaco

Von Diano Marina an der italienischen Riviera aus sind es nur etwa eineinhalb Stunden Autofahrt bis nach Nizza. Der Großteil führt über die Autobahn, aber auch von hier hat man immer wieder Ausblicke auf die grün bewachsenen Berge, die steil ins türkisblaue Meer abfallen.

 

Die größte Herausforderung mit dem Auto in Nizza ist die Parkplatzsuche. Hier kann ich Dir das Parkhaus Sulzer (Socièté Du Parc Sulzer) emfpehlen, das direkt an der Strandpromenade Quai des États-Unis und in der Nähe des Plage Beau Rivage liegt.

Nach einem kurzen Bummel über die berühmte „Promenade Anglais“, die parallel zum Strand verläuft, kannst Du von hier einen kleinen Rundgang zum Blumenmarkt starten. Den solltest Du auf alle Fälle besuchen. Er liegt herrlich zwischen den alten Häusern und bietet täglich neben Obst- und Gemüseständen auch regionale Produkte wie Lavendelsäckchen und selbst hergestellte Seifen, die auch prima als Souvenir taugen. In der Umgebung gibt es einige schöne Cafés und Restaurants und am Ende des Blumenmarktes geht es in die verwinkelten Gassen der Altstadt.

Wir sind von dieser Stelle zurück zum Parkhaus gelaufen, um unsere Fahrt nach Monaco fortzusetzen.  

 

Nizza hat mir mit der palmenbesäumten Strandpromenade, dem azurblauen Meer und herrlichen Mischung aus französischem und italienischem Flair total gut gefallen. Hier werde ich bestimmt mal für einen längeren Aufenthalt zurück kehren.

 

Von der etwa 30 km langen gewundenen Panoramastrasse zwischen Nizza und Monaco, die direkt an der Küste entlang führt, bieten sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf die wunderschöne Cote d`Azur. 

In Monaco angekommen gestaltet sich die Parkplatzsuche als große Herausforderung. Nach langem Suchen haben wir ein Parkhaus in super zentraler Lage gefunden, das ich Dir empfehlen kann: das Parking Ostende in der Avenue d`Ostende. Vom Ausgang des Parkhauses hast Du direkt einen super Blick über den Hafen bist zum Fürstenpalast. Von hier kannst Du prima einen kleinen Rundgang zum Casino, dem Hotel de Paris sowie zum  berühmten Hafen mit den großen Yachten unternehmen.

Ich fand Monaco total überfüllt, sehr touristisch und dekadent. Überall wimmelt es von dicken Autos und teuren Designer-Klamotten. Diese offene Zurschaustellung von Luxus und Reichtum ist einfach nicht mein Ding. Schön, dass ich es mal gesehen habe, aber im Gegensatz zu dem bezaubernden Nizza  muss ich nicht mehr nach Monaco zurück kehren.

5. Italienische Riviera: Ferienhaus Che Bella Vista

Es ist gar nicht so einfach, in Ligurien ein modern eingerichtetes Ferienhaus zu finden. Die meisten Unterkünfte versprühen eher den alten Charme der 70er Jahre mit dunklen Möbeln und bunter (Plastik-) Dekoration. Da ich es auch im Urlaub gerne hell, freundlich und eher „clean“ mag, habe ich lange gesucht - und dieses Schätzchen gefunden! Das Ferienhaus „Che bella Vista“ liegt ruhig, mitten in der Natur der ligurischen Berge. Die Architektur ist typisch für die Region, die Einrichtung ist reduziert und zurückhaltend. Das absolute Highlight ist aber die Aussicht auf die Küste, das Meer und die umliegenden Bergdörfer. Einen großen Pool hat es auch.

Das Haus verfügt über zwei getrennte, übereinander liegende Wohnungen. Wir hatten die obere Wohnung mit 3 Schlafzimmern (zwei Doppel- und ein kleines Einzelzimmer), großem Wohn-/Essbereich und einer Küche mit anschließender Terrasse. Es ist ideal für 5 Personen. 

Lage: das Ferienhaus liegt mitten in den ligurischen Bergen in der Nähe von Diano San Pietro, etwa zwanzig Minuten Fahrt von Diano Marina entfernt. Die abenteuerliche Anfahrt führt über steile, schmale Straßen, aber oben angekommen findet man eine Oase der Ruhe inmitten der Natur mit atemberaubendem Ausblick.

 

Entfernungen: nach Imperia sind es ca. 10 km, nach Cervo ca. 8 km (am besten über Diano Marina fahren), nach Nizza ca. 95 km, nach Monaco ca. 80 km, nach Genua etwa 115 km. 

 

Kontakt: Weitere Infos zum Ferienhaus und den Kontakt zu den deutschen Vermietern findest Du hier: www.che-bella-vista.com.  Beim netten Hausverwalter Dino vor Ort (spricht nur italienisch) kannst Du leckeres selbst gemachtes Bio-Olivenöl kaufen. 

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Madame Fernweh

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