Bayerische Alpen - Spitzingsee

Hüttenwanderung für Anfänger

Übernachtung in urigen Berghütten

Hüttenwanderung_für_Anfänger
Der Spitzingsee

Vielleicht liegt es am Alter, aber vor Kurzem habe ich meine Leidenschaft zum Wandern entdeckt. Nach einigen Tagestouren in der Umgebung haben Monsieur Fernweh und ich uns im August letzten Jahres als blutige Anfänger zum ersten Mal an eine Hüttentour gewagt und sind einen Teil der 3-Seen-Tour in Oberbayern gewandert. Dabei haben wir zwei Mal auf urigen Berghütten übernachtet. Im Gepäck hatten wir Zweifel, ob das wirklich das richtige Hobby für uns ist und die Berghütten unseren doch recht hohen Ansprüchen an eine Ferienunterkunft entsprechen. Welche Erfahrungen wir dabei gemacht haben und wie es uns gefallen hat, erfährst Du zusammen mit vielen Tipps für die Tour in diesem Bericht.

Hüttenwanderung für Anfänger - die Tour

Eine gute Stunde südlich von München, hinter dem bekannteren Schliersee liegt der zauberhafte Spitzingsee. Auf etwa 1100m Höhe schmiegt er sich in die traumhafte Bergwelt der Bayerischen Alpen. Der Start- und Endpunkt unserer Hüttenwanderung war in dem kleinen Ort Spitzingsee am Spitzingsee. Dort haben wir im traditionellen Mittelklasse Hotel Gundl Alm die erste Nacht vor dem Aufbruch zur Hüttenwanderung verbracht (wer es etwas komfortabler haben möchte, nächtigt im gegenüberliegenden Arabella Alpenhotel, das wunderschön direkt am See liegt, auch schön zum Verlängern nach der Wanderung). 

 

Wir konnten glücklicherweise unser Auto für die nächsten beiden (Wander-) Tage auf dem Parkplatz der Gundl Alm stehen lassen (für 10,00 € Gebühr). Am nächsten Morgen ging es dann mit Rucksäcken und allem Nötigen für die nächsten beiden Nächte auf der Berghütte bepackt (—> Packliste) zunächst um den wunderschönen Spitzingsee bis zum Spitzingsattel, dem offiziellen Einstieg der Tour, wo es übrigens auch einen großen Parkplatz gibt, falls man erst morgens anreisen möchte.

Von hier aus geht es über eine Grashang mit herrlicher Aussicht durch den Wald aufwärts zur ersten Hütte, in der auch übernachtet wird - der Schönefeldhütte (1410m), die Du  bereits nach etwa einer Stunde erreichst. Hier kannst Du dann auch das Gepäck zurück lassen und zu einer weiteren Tagestour zum Gipfel des Jägerkamp (1746m) wandern. Der etwas steilere Auf- und Abstieg dauert etwa 2,5 Stunden. Danach schmeckt der zünftige Hüttenschmaus und das frischgezapfte Bier als Belohnung einfach köstlich. Einen erholsameren Schlaf als nach diesem Ausklang in der urigen Berghütte kann man sich kaum vorstellen!

Nette Sidestory: unser Bundespräsident war auch schon Gast auf der Schönefeldhütte und hat die gleiche Wanderung gemacht
Nette Sidestory: unser Bundespräsident war auch schon Gast auf der Schönefeldhütte und hat die gleiche Wanderung gemacht

Nach einem leckeren Frühstück auf der Schönefeldhütte geht es am nächsten Morgen weiter. Über breite Berghänge und waldige Abschnitte geht es über den Taubensteinsattel zum Tabuensteinhaus. Nach der Überquerung von sanften Almwiesen, auf denen die Kühe grasen, geht es ein Stück steiler den Berg hinauf bis zum Miesingsattel. Von hier geht es wieder etwas abwärts zur Großentiefental-Alm und anschließend weiter bergauf über die Kümpflscharte zum Tagesgipfel, der Rotwand (1884m). Der etwa halbstündige Aufstieg hinter dem Rotwandhaus lohnt sich schon wegen der überwältigenden Aussicht bis zu den Hohen Tauern. 

Am schönen Rotwandhaus kann man toll draußen sitzen und  bei einer Pause (und einer Jause) den Blick auf die Berge genießen. Von hier geht es heute nur noch bergab, was allerdings manchmal schwieriger zu bewerkstelligen ist als ein Aufstieg beim Wandern, also freue Dich nicht zu früh.

Die Landschaft ändert sich erneut und es geht durch den breiten Pfannengraben und wieder in den dichten Blätterwald und am Fluß und wunderschönen Wasserfällen entlang bis ins Tal der Roten Valepp. Nachdem wir vorher herrliches Wetter hatten, sind wir hier in ein Gewitter und einen Regenschutt gekommen. So konnten wir wenigstens auch die mitgebrachten Regenjacken nutzten und haben uns beim Unterstellen unter den Bäumen und den kleinen Almhütten der Natur so nah gefühlt.

Ein Mietwagen ist in Südafrika die beste Möglichkeit, individuell durch das Land zu reisen. Die Auswahl ist groß und die Preise noch recht moderat. Das Straßennetz ist -zumindest in den touristischen Regionen- sehr gut ausgebaut. Das ist unter anderem auf die Investitionen in die Infrastruktur zur Fußball Weltmeisterschaft 2010 zurück zu führen. Außerhalb der Städte herrscht meist wenig Verkehr. Es herrscht Linksverkehr. An das Linksfahren gewöhnt man sich nach kurzer Zeit (Tipp: miete ein Auto mit Automatik-Schaltung, das ist einfacher, denn dann fällt schon mal lästige Schalten mit links weg). Vorsicht ist immer geboten. Häufig trifft man auf Fußgängern entlang der Straßen oder Tiere, die die plötzlich die Fahrbahn überqueren können. An der Garden Route sind das vor allem vorwitzige Affen, die man keinesfalls füttern darf! Die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit solle eingehalten werden, da die Strafen in Südafrika sehr hoch sind. 

Wenn man das alles beachtet, steht einem unbeschwerten Roadtrip durch Südafrika nichts mehr im Weg. Gute Fahrt!

8.Günstige Nebenkosten

Der Südafrikanische Rand steht derzeit noch stabil günstig für uns Europäer, was zu einem super Preis-/Leistungsverhältnis bei den Nebenkosten vor Ort führt. Ausflüge, Lebensmittel und Restaurantbesuche sind um ein Vielfaches günstiger als in Europa. Natürlich kommt es auf den Standard des Restaurants und die Auswahl des Essens an, aber als Richtwert kann sagen, dass man schon ein sehr gutes Abendessen  mit Vor-/Nachspeise und einer Flasche guten Weins für umgerechnet 30,00 € pro Person bekommt.

9. Qualität des Essens und der Weine

Das Essen ist nicht nur wirklich günstig, sondern es hat noch eine durchweg hohe Qualität. Wir haben während unserer 16-tägigen Südafrika Rundreise nicht ein einziges Mal schlecht gegessen. Das Essen in den Restaurants unterschiedlichsten Standards war durchweg frisch und hochwertig. Die Südafrikaner essen gerne Fleisch, das durchweg höhenwertig ist als bei uns, da es meist von Naturweiden stammt. Auch Weinliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Südafrika hat einige Weinregionen mit hervorragenden Weingütern und ausgezeichneten Weinen, sowohl Rot- als auch Weißweine. Die Weine schmecken nicht nur in den traumhaften Weingütern der Weinregionen, sondern auch in allen Restaurants Südafrikas ausgesprochen gut.

Als Vegetarier, der gerne Fisch ist, habe ich immer leckere Alternativen zum Fleisch gefunden und eine Ausnahme gemacht, die ich Dir auch nur empfehlen kann: ein Straußensteak in der Straußenstadt Oudtshoorn, wenn Du dort auf Deiner Route vorbeikommst, ist ein "Muss" - unglaublich zart und lecker. Dazu passt übrigens ein roter Pinotage hervorragend und ja, das schmeckt sogar bei über 30C einfach hmmmm...

10. Safari, Safari, Safari

Wenn dich die anderen 9 Gründe für Südafrika noch nicht vollständig überzeugt haben, dann ist hier mein absoluter Favorit: eine Safari im Krüger Nationalpark! Das war schon immer mein Traum und meine hohen Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Wir haben uns den 3-tägigen Aufenthalt in einer Luxus-Safari-Lodge im Park gegönnt und jede Sekunde dort genossen. Den Stolz und die Erhabenheit der Tiere in dieser endlosen Weite der Buschlandschaft im sanften Licht der untergehenden Sonne zu sehen, hat mich unglaublich beeindruckt. Noch nie war mein Gefühl von Freiheit größer als hier!

So, ich hoffe, ich konnte Dir etwas von der Begeisterung, die ich für dieses Land hege, vermitteln und Dir dabei helfen, Dich für einen Urlaub an diesem schönsten Ende der Welt zu entscheiden. Ich werde auf alle Fälle wieder dort hin reisen, denn es gibt noch sooo viel zu entdecken. 

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Madame Fernweh

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