Meine Reisesehnsucht in Corona-Zeiten

Fernweh 2021

„Madame Fernweh“. Mein Name ist Programm. Auch ohne Corona-Zwangspause habe ich permanentes Fernweh. Das bedeutet für mich die große Sehnsucht, mehr noch: das Verlangen, mir die Welt anzusehen. Es muss nicht immer weit sein: die Rhön oder die Pfalz oder die Nordsee reichen manchmal schon. Aber es darf auch weit sein. In Zeiten wie diesen steigert sich mein Fernweh je länger die letzte Reise zurück liegt. Und manchmal tut es sogar fast weh. FERN-WEH.

 

Meine letzte Reise „vor Corona“ ging nach Südafrika. Ich habe mich dort auf alle Fälle mit dem Afrika-Virus infiziert und war von der Schönheit und Vielfalt dieses Landes wahnsinnig begeistert. Zurückgekommen sind wir Anfang März 2020, eine Woche vor dem ersten Lockdown. Dort haben wir schon von Hamsterkäufen und fehlendem Klopapier in Supermärkten gehört und konnten es kaum glauben. „Wird schon nicht so schlimm sein“ - es wurde noch viel schlimmer. Und seitdem bin ich so unglaublich dankbar, dass wir diese Fernreise noch machen konnten. Ich hatte genügend Zeit, die Fotos zu sortieren und die Geschichten zu erzählen. Die Blog-Beiträge, die ich dazu im Kopf habe, liegen noch brach - wer interessiert sich jetzt für Südafrika?

Von der Safari in den Lockdown
Von der Safari in den Lockdown

Oft habe ich ein schlechtes Gewissen für mein Fernweh. Mir fehlen die Reisen. Anderen fehlen Jobs, Perspektiven, Lebensgrundlagen. Dafür schäme ich mich ein bisschen, weil es doch Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Denn Reisen ist nicht system-relevant. Aber für mich das Salz in der Suppe. 

 

Manchmal versuche ich, das Fernweh zu unterdrücken, es zu bekämpfen. Das ist ein wenig wie der Kampf gegen die Eifersucht. Man weiß ja, sie ist unbegründet. Und irgendwann werden wir auch wieder unbeschwert reisen können. Aber die Aussicht darauf unterdrückt es nicht. Es ist trotzdem da - das Fernweh.

 

Dann versuche ich mich irgendwie anders mit der Welt des Reisens zu beschäftigen. Wie? Hier ein paar Vorschläge aus meinem Repertoire:

  • ich sehe mir Reise Dokumentationen in Mediatheken an (z.B. auf ZDF oder 3Sat)
  • ich besuche Freunde und lasse mir ihre Urlaubsfotos zeigen und mich für meine nächste Reise inspirieren 
  • ich mache Tagesausflüge in die Umgebung, um wenigstens mal was anderes zu sehen - und entdecke dabei, wie schön meine Heimat, das Rhein-Main-Gebiet, ist
  • ich schaue mir Filme an, die vom Reisen handeln (z.B. Eat Pray Love, Wild, Expedition Happiness….) 
  • ich plane und buche Reisen - das ist mein Hobby und meine Lieblingsbeschäftigung, also habe ich für dieses Jahr voller Hoffnung schon die folgenden Reisen gebucht:

Ostsee: Fischland-Darß

Mecklenburgische Seenplatte (mit Ballonfahrt!!)

Madeira

ein Wochenende an der holländischen Küste

ein Wochenende im Baumhaus-Hotel

Ski-Urlaub über Weihnachten in meinem Lieblings-Ski-Ort Hochkrimml 

  • ich lese Reiseblogs über meine zukünftigen Reisen (z.B. bei ferngeweht.de den Artikel über Wandern auf Madeira, bei dem ich dann zufällig auf diese Blogparade aufmerksam wurde)

und last, but not least:

  • ich schreibe Reiseberichte und Tipps über meine vergangenen Reisen und erlebe sie dadurch nochmal

So, jetzt weisst Du, wie ich mich durch die reise-freie Zeit hangele und dem nächsten Urlaub entgegen fiebere. Vor allem mache ich mir immer wieder bewusst, dass es die Hauptsache ist, gesund zu sein und dass ja schließlich die Vorfreude die schönste Freude ist. Die im Moment eben ein bisschen länger dauert. 

 

Schließlich ist Reisen nicht mehr (aber auch nicht weniger) als die schönste Nebensache der Welt! Die allerschönste!

 

Mit diesem Beitrag nehme ich teil an der Blogparade "Fernweh 2021" von Ferngeweht.

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